Eifel

Freizeit ohne Grenzen

Einfache Eifel – mit sanften Hügeln, guten Wegen und großem Angebot

Der Blick geht bis zur Unendlichkeit – und noch viel weiter. Wer Sommers auf dem 512 Meter hohen Hirschley steht und über die hölzerne Ballustrade des Aussichtspunktes schaut, sieht immens viel: sattgrüne Buchenwälder, davor einen tiefblauen Stausee mit mäandernden Ufern, steile Hänge sowie am Horizont die sanften Höhenzüge des Kermeters. Irgendwo nördlich liegen die Niederlande, ein wenig weiter südlich davon Belgien, im Rücken die Höheneifel mit ihren zahlreichen Koronen längst erloschener Vulkane, im äußersten Süden Luxemburg. Ein Garten Eden der Schöpfung – nahezu unberührt und größtenteils dem Wildwuchs überlassen.

Dahlem-Kronenburg_Burgruine

So will es die Anforderung an einen Nationalpark – und die Hüter des Eifelnationalparks setzen diese Richtlinie konsequent um. Mehr als 75 Prozent der insgesamt 110 Quadratkilometer großen Fläche darf sich ohne Eingriff entwickeln – ein idealer Lebensraum für seltene Tierarten wie Wildkatzen, Biber oder Schwarzstörche, deren Population sich rasch vermehrt. Interessant vor allem, wenn sie auf Brautschau gehen: Wer einmal im Herbst zwischen den Buchen und Koniferen umherspazierte und neben knackenden Ästen die röhrenden Rufe eines brunftigen Rothirsches nach einer Partnerin vernahm, weiß die sonstige Stille im Wald zu schätzen.

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Ruhe pur – und rund eine Millionen Bewohner sowie an die 20 Millionen im weiteren Umfeld suchen regelmäßig das Naherholungsgebiet auf. Erkunden es auf 240 Kilometer gut ausgebauten Wanderwegen, mehr als 60 Kilometer Radrouten oder lassen sich von Naturpark-Rangern den Park und seine Lebewesen erklären. Und das zu großen Teilen barrierefrei: Nicht nur die fünf Nationalparktore, sondern auch mehrere Wanderwege sind für Behinderte und Rollstuhlfahrer hervorragend nutzbar. Aussichtspunkte wie der Hirschley werden auf planen Wegen mit einer maximalen Steigung von bis zu sechs Prozent erreicht. Viele Unterkünfte und Gastronomiebetriebe sind bestens auf behinderte Besucher eingestellt.

Rursee im Nebel

Und auch die Nahziele locken: Die alte Kaiserstadt Aachen am Nordrand der Eifel – über 600 Jahre lang Krönungsort deutscher Herrscher und erstes Weltkulturerbe der Nation. Knapp dahinter bereits Maastricht, die holländische Grenzstadt mit ihrem Jahrhundertealten Ensemble denkmalgeschützter Bauwerke aus sämtlichen europäischen Architekturepochen. Ein wenig näher: Bad Münstereifel, Wohnsitz von Volksbarde Heino und mittelalterliches Kleinod mit perfekt erhaltener Burgmauer. Oder die zahllosen Weindörfer mit ihren teils preisgekrönte Tropfen, je näher man Rhein, Ahr und Mosel kommt. Auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ein ideales Freizeitrevier mit Möglichkeiten bis zur Unendlichkeit – und noch viel weiter.

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